Die meisten Meteoriten sind tatsächlich magnetisch. Genauer gesagt: sie werden von einem Magneten stark oder schwach angezogen. Das gilt sogar für die allermeisten der sogenannten Steinmeteoriten – denn selbst diese enthalten oft einen geringen Metallanteil. Ausnahmen von der Regel bilden die Meteoriten, die ihren Ursprung auf Mond oder Mars hatten.

Eisen und Nickel

In Meteoriten sind die Metalle Nickel und vor allem Eisen für den magnetischen Effekt verantwortlich. Zum Beispiel besteht der russische Eisenmeteorit Sikhote-Alin laut chemischer Analysen aus rund 93 Prozent Eisen, 6 Prozent Nickel und nur gut einem Prozent anderer Elemente. Die Zusammensetzung des bekannten argentinischen Meteoriten Campo del Cielo ist fast identisch. Genau genommen sind es die beiden Eisen-Nickel-Verbindungen Kamazit und Taenit, die den metallischen Körper bilden.

magnetischer Meteorit
Kharabali-Eisenmeteorit aus Russland mit einem haftenden Magneten

Während die Stein-Eisen-Meteoriten eine metallreiche Zwischenform bilden, weisen die Steinmeteoriten immerhin noch 3 bis über 20 Prozent Eisen-Nickel auf – genug, um auf einen starken Magneten zu reagieren. Dabei ist das Metall in der Regel fein in den Steinen verteilt. Diese Eigenschaft machen sich auch Meteoritenjäger zunutze, um auf ihrer Suche echte Meteoriten unkompliziert von gewöhnlichen Steinen unterscheiden zu können.

Wie kommt das Metall in den Meteoriten?

Die chemische Zusammensetzung eines Meteoriten entspricht weitgehend derjenigen seines Ursprungsköpers. Dabei macht es einen Unterschied, ob der Meteorit eher aus dem Inneren eines Asteroiden oder von dessen Oberfläche stammt. Im Kern großer Himmelskörper können sich schwere Elemente wie Eisen und Nickel ansammeln, die bei einer heftigen Kollision ins Weltall herausgeschleudert werden. Vielleicht nach Millionen von Jahren fällt jenes herausgeschleuderte, metallhaltige Fragment, das wir Meteorit nennen, in derselben Zusammensetzung auf die Erde.

Warum sind Meteoriten magnetisch?